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Vor allem Jungen neigen in diesem Fall dazu negativ aufzufallen, indem sie den Unterricht stören, um Aufmerksamkeit zu erhalten. Mädchen versuchen eher sich ihrer Umgebung anzupassen und nicht aufzufallen. Sie arbeiten absichtlich langsam oder machen Fehler.

Hochbegabung ist nicht gleichzusetzen mit Höchstleistung. Sie beschreibt lediglich die Disposition. Es gibt durchaus hochbegabte Minderleister (Underachiever), die ihr Potenzial nicht in entsprechende Leistungen umsetzen können.

Für herausragende Leistungen sind neben der Begabung zusätzlich eine sehr hohe Leistungsmotivation, Anstrengungsbereitschaft und Stressbewältigungskompetenz erforderlich.

Um sich ihrer Begabung entsprechend entwickeln zu können, benötigen Hochbegabte annehmende und zugleich anregende Umweltbedingungen.

Es gibt verschiedene schulische Fördermodelle, die in der Praxis erfolgreich angewendet werden: z. B. vorzeitige Einschulung, Überspringen von Jahrgangsstufen, flexible Eingangsstufe, teilweiser Unterricht in höheren Klassen (Drehtürmodell), Spezialschulen, Spezialklassen oder die Verkürzung der Schulzeit (D-Zug-Klassen, G7). Außerdem können individuelle Aufgabenstellungen, altersgemischte Klassen, bilingualer Unterricht, zusätzliche Kurse und Kooperationen mit Universitäten (Schülerstudium) zu einer intensiveren Förderung genutzt werden.

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